*1970: Gründung der Melsunger Schülerkapelle (I.G.)
Ein Vater musikbegeisterter Kinder war verärgert, dass seine Kinder nur dann in der „Kinderkapelle Staske“ spielen durften, wenn ein Auftritt in Melsungen anstand. Also sammelte er die geprellten Melsunger Kinder um sich und mit Hilfe eines musikbegabten Vaters, Gustav Wiegand, begannen die Übungsstunden für das Zusammenspiel. Anfangs bestand die Kapelle aus 10 Musikern: Waldemar Lischka (Schlagzeug), Monika (Saxophon) und Waltraud Juraschek (Akkordeon), Harald Wiegand (Trompete), Werner Rüdiger (Trompete), Ingrid Rüdiger, geb. Handke (Akkordeon), Claudia Handke-Guthof (Trompete), Volker Salzmann, Heike Jäger und Ulrike Schrems (alle Akkordeon).
Im Hause von Herbert Handke, Gründer und Ehrenvorsitzender der Melsunger Schülerkapelle (MSK), wurde regelmäßig geübt. Nachdem viele weitere Melsunger Kinder das Interesse an der Musik fanden, entstand akute Raumnot. Der damalige Landrat Franz Baier half aus und überließ den musizierenden Schülern einen Raum der ehemaligen Berufsschule in der Rotenburger Straße, heute V+R Bank. Dirigent war damals Adam Kühlborn aus Kirchhof.
Sommer 1970: 1. Auftritt beim Heimatfest in Melsungen
Viele Kinder wollten nach dem Auftritt auch mitmachen und ein Instrument erlernen. Daher dachten sich die Eltern, es müsse ein richtiger Verein gegründet werden. So wurde direkt nach dem Heimatfest aus der „Interessensgemeinschaft Melsunger Schülerkapelle" der Verein „Melsunger Schülerkapelle e.V."
Herbert Handke, der Initiator wurde erster Vorsitzender. Er erledigte alle anfallenden Arbeiten, die bei einem solchen Verein entstehen. Das Notenabschreiben von der Generalpartitur galt damals als Lern- und Übungseffekt für die Musiker, da Geld und Fotokopierer zu dieser Zeit noch Mangelware waren.
1974: Dirigentenwechsel
Adam Kühlborn aus Kirchhof übernahm mit 70 Jahren in 1970 bei der Gründung die musikalische Ausbildung der 10 Musiker. Der ständige Zustrom neuer Jugendlicher und Schüler wurde ihm bald zuviel und er gab sein Dirigentenamt aus gesundheitlichen Gründen 1974 an Hans Dörfler ab. Dieser führte den Dirigentenstab bis 1990. Mit neuen Ideen für eine größere Vielfalt der Instrumente und umfangreicherem Repertoire übernahm er das Orchester. Hans Dörfler war auch Hobbymusiklehrer und gab privaten Unterricht, durch den er viele Jugendliche der MSK zuführte. Das Team Dörfler-Handke sorgte einfach für guten Schwung – Dörfler auf dem musikalischen Sektor und Handke im Management. Das zeigte die stolze Auftrittsbilanz der Gründerzeit mit jährlich rund 25 Auftritten.